The Royal Jungle Startup Festival – bei diesem vielversprechenden Titel habe ich es mir natürlich nicht nehmen lassen, vorbei zu schauen. Das zum ersten Mal stattfindende Event in der königlich-bayerischen Residenz soll Unternehmer, Venture Capital Investoren, Business Angels, Accelerator, Entrepreneurship Center und Gründer zusammenbringen.

Royale Stimmung im Residenzpalast:

Auch die Liste der 60 Top-Speaker kann sich sehen lassen – von bekannten VCs wie Holtzbrinck Ventures, erfolgreichen Gründern wie Benjamin Günther (Stylight) bis zu Vertretern verschiedener Acceleratoren wie Dr. Jens Pippig (P7S1 Accelerator) waren viele interessante Größen der internationalen Startup-Szene vertreten.

Den Einstieg machte Westwing-Gründer Stefan Smalla, der den Zuhörern Einblicke in die Erfolgsstory des im Jahr 2011 gegründeten Online Shopping Clubs für Home und Living gab. Dass das Unternehmen mit seinen inzwischen weltweit 1.600 Mitarbeitern nicht mehr als Startup zählt, wurde schnell erkennbar. Im Laufe des Tages folgten unterschiedlichste Beiträge und Diskussionen zu den Hürden und Herausforderungen von Startups. So antwortete beispielsweise Prof. Wolf Michael Nietzer (Business Angel) auf die Frage, in wen er investiert, bzw. was für ihn der wichtigste Faktor eines Startups ist: Ganz klar das Team! Er möchte keine Träumer im Team sehen, sondern für ihn sind leidenschaftliche Persönlichkeiten für den Erfolg eines Startups entscheidend. Es folgten weitere Diskussionen zu verschiedensten Themen, unter anderem: Wie wählt man den richtigen Investor für das eigene Unternehmen? Die Investoren plauderten aus dem Nähkästchen und berichteten z.B. über ihre Verwunderung, dass sich so wenige Gründer ihrerseits Referenzen über die Investoren einholten. Desweiteren empfahlen sie auch jedem Gründer, das eigene Netzwerk unbedingt zu nutzen und weiter aufzubauen. Investoren würden sich vor allem Businesspläne von Gründern anschauen, die ihnen vorab persönlich durch ihr Netzwerk empfohlen wurden. Eine „stupide“ LinkedIn Anfrage ersetze jedoch keine persönliche Empfehlung aus dem Netzwerk!

Im angrenzenden Zwischenraum sorgten zudem viele Stände lokaler Startups für eine gesunde Verpflegung – von Smoothies (Charlie Green), Milch von regionalen Erzeugern (Regionalmarkt) bis hin zu herzhaften Eintöpfen (kulinado) wurde Einiges geboten. Neben der Verpflegung stellten aber auch andere Münchner Startups ihre Unternehmen vor. So z.B. die Gründer von Shoppingville, die ein virtuelles Einkaufszentrum für unbekanntere Onlineshops aufbauen möchten. Der Zwischenraum bot natürlich auch Platz für eine der wichtigsten Tätigkeiten bei solchen Veranstaltungen – Netzwerken was das Zeug hält! J