Gründer, Gründerinnen und CEOs von Startups haben unterschiedlichste Charaktere und doch Eines gemeinsam: ihr entrepreneurial mindset. Unser Startup-Dinner am 30. Juni im Englischen Garten offenbarte uns einen magischen Abend und großartige Gespräche mit ebendiesen Persönlichkeiten. Uns kam es wie ein lauschiger Abend in Kalifornien vor und da stellten wir uns die Frage: Was bietet München als Gründer-Valley im Vergleich zum Silicon Valley? Und wie können wir digitale Talente, die wir für unsere Mandanten sourcen, davon überzeugen, wenn sie hypothetisch die Wahl zwischen der Isar und dem Pazifik hätten?

Das Gedankenspiel nahm Form an, wir präsentieren drei Dimensionen: Die Persönlichkeitsmerkmale Münchner Gründer wie auch Gründerinnen, die Startbedingungen für Gründungen in München und die Work-Life-Vorzüge der bayrischen Hauptstadt.

Persönlichkeitsmerkmale Münchner Gründer und Gründerinnen

Das Foundation Institute untersuchte die Persönlichkeitsmerkmale von Gründern und Gründerinnen in ihrer Studie und The Local schrieb über die Ergebnisse. Die Merkmale stammen aus dem Big-Five-Modell, das folgende Dimensionen hat: Offenheit für Erfahrungen, Gewissenhaftigkeit, Extraversion, Verträglichkeit und Neurotizismus.

Münchner Gründer gehören zu den extravertiertesten weltweit. Dazu gehört ein starkes Durchsetzungsvermögen, ein hohes Maß an Geselligkeit und eine gehörige Portion Energie. Sie sind zudem offener als ihr Gegenüber in Kalifornien. Diese Offenheit zeigt sich allem voran in der Neugierde, die an den Tag gelegt wird, und an dem erfinderischen Mindset. Das Foundation Institute fand auch eine starke Korrelation zwischen diesem Merkmal und dem unternehmerischen Erfolg.

Aber es gibt ein Merkmal, in dem sie schlechter abschneiden: die Verträglichkeit. Es beschreibt genau wie die Extraversion das zwischenmenschliche Verhalten beeinflusst und weist bei einem hohen Maß altruistische Züge auf. Jedoch sind hohe Werte nicht unbedingt zu bevorzugen, sondern ist hier die Mitte zu finden. Denn in vielen Situation ist es hilfreich, für eigene Interessen zu kämpfen, was bei einer hohen Verträglichkeit nicht vorkommt.

Startbedingungen für Gründungen in München

In der Softwareentwicklung – Schwerpunkt SaaS – schafft es München nicht mit dem Silicon Valley mitzuhalten. Julian, der Gründer von Talent Tree, ist sich sicher, dass die Isar-Metropole dafür die besten Gründungsvoraussetzungen im Hardware-Bereich und in der Industrie 4.0. mitbringt.

Peter Cohan schreibt in seinem Artikel „Should You Startup in Munich?„, dass die Technische Universität München (TUM) und die Ludwigs-Maximilians-Universität (LMU) kontinuierlich Talente aus dem Ingenieurswesen und der Datenwissenschaft hervorbringt und dadurch sich gegenüber dem Silicon Valley stark positioniert. Frischer Wind in den Startups wird gewährleistet und macht München attraktiv, auch für digitale Talente, die sich für einen Standort entscheiden müssen.

„Die Verzahnung zwischen Coporates, Mittelständlern, Top-Universitäten und Startups hier an der Isar ist grandios. Und Potential nach oben gibt es auch noch reichlich.“ – Julian von Blücher

Cohan bewertet die Struktur aus Corporates und Startups als sehr positiv, gerade im Manufacturing-Bereich. Münchner Groß-Unternehmen kaufen auch alle bei mindestens einem Startup ein. Zusätzlich haben 100 der Fortune 500 Unternehmen Büros in der Stadt. Das Öko-System bietet zusammenfassend zahlreiche Kunden, die das Geschäft von Startups sichern können und die Zukunft dieser, wie auch für digitale Talente, die sich für spannende Positionen interessieren.

Work-Life-Vorzüge Münchens

Jetzt kommen wir zu dem Kernpunkt für potentiell zukünftige Mitarbeiter, die die hypothetische Wahl zwischen München und dem Silicon Valley haben: Was sind die Work-Life-Vorzüge? Zu diesem Thema schauten wir in unterschiedlichen Foren, in denen Softwareingenieure und ITler über die Vor- und Nachteile der zwei Standorte diskutieren.

Besonders die Lebensqualität spricht für München. Die User sind sich einig, dass die nahe Lage zu den Alpen und die höhere Anzahl an Urlaubstagen einen starken Beitrag zu einer hohen Lebensqualität leisten. Stabilere Freundschaften entwickeln sich in München eher wie im Silicon Valley, so ein User, der an beiden Standorten, wie auch in San Francisco gelebt hat. Für digitale Talente, die bereits in der Elternplanung sind, spricht zudem das günstigere, öffentliche Bildungssystem, welches in München auch qualitativ hochwertiger sei.

Julian, der selber häufig im Valley zu Besuch war, betont genau wie viele andere User in den Foren die Kompaktheit von München und die öffentliche Infrastruktur. Die Metropole bietet eine große Auswahl an Verkehrsmitteln und gefühlt sind die meisten Strecken, die wir tagtäglich bewältigen, wesentlich kürzer. Abschließend ist mit dem Quality of Living Survey von Mercer zu argumentieren: Nach Wien auf dem ersten Platz und Zürich auf dem zweiten kommt München. Unsere Heimatstadt ist also ganz klar einer der lebenswertesten der Welt.

Neidlos beobachten wir das Valley als Wiege und Hochburg für Tech Startups und VCs in allen Facetten, sind aber gleichzeitig bullish hinsichtlich des Standorts München: wir werden hier noch viele Gründungs- und Skalierungs-Erfolgsgeschichten begleiten dürfen.

Wir freuen uns auch über Euer Feedback unter dem LinkedIn-Post, was Ihr von München als Top-Standort für digitale Talente haltet.

Proud to source and match Startup Talent in Munich. Kontaktiert gerne Julian (jb@talent-tree.de) wenn Ihr für Euer Startup oder Technologieunternehmen die besten digitalen Talente an Board nehmen wollt. #wegrowstartups