Wir haben euch bereits vor ein paar Wochen einige Infos zur Gestaltung eures Lebenslaufs zusammengestellt. Hinsichtlich der Bewerbungsphase, die vor der Tür steht, hat Britta Kiwit, Mitgründerin von dein-lebenslauf.com, die fünf größten NoGos zusammengetragen, um letzte Fehler ausschließen zu können:

Fast jeder muss sich am Anfang oder während seiner beruflichen Laufbahn bewerben und versucht dabei, sich im bestmöglichen Licht zu präsentieren. Der erste Schritt sind hierbei Bewerbungsunterlagen, die eure berufliche Laufbahn so zusammenfassen, dass der Personaler das Wichtigste auf einen Blick sieht.

Fehler Nummer 1: Schlechte Formatierung und Rechtschreibfehler

Es klingt zunächst banal, ist aber viel entscheidender als die meisten Bewerber annehmen. In mehr als jedem zweiten Lebenslauf stecken mittlerweile Flüchtigkeits- oder Rechtschreibfehler. Was das für den Personaler im schlimmsten Fall bedeutet? „Da hat sich wohl jemand keine Mühe gegeben.“ Und wer zu Beginn schon schludert, wird wohl auch im Job später unsauber arbeiten.

Ähnlich ist es mit der Formatierung. Keine Absätze, zu kleine Schriftart, fehlende Zwischenüberschriften. Durchschnittlich schaut sich ein Personaler einen Lebenslauf nur noch knapp 6 Sekunden an – da ist es von größter Bedeutung, dass die wichtigsten Stationen und beruflichen Erfolge in kürzester Zeit sichtbar sind.

Fehler Nummer 2: Die Länge – Unnötige Romane

Welche Erkenntnis bei vielen noch fehlt: Der Lebenslauf dient nicht dazu, jedes winzigste Detail aufzuführen. Gerade bei Bewerbern mit viel Berufserfahrung sollte nicht jedes einzelne 2-wöchige Praktikum aufgeführt werden (es sei denn es hat wirklich unmittelbare Relevanz für die Stelle). Ähnlich verhält es sich mit Angaben zu Schulen, die etliche Jahre zurückliegen, zum Beispiel die Grundschule. Raus, raus, raus. Es gilt die Daumenregel: 1 Seite Lebenslauf für 10 Jahre Berufserfahrung.

Fehler Nummer 3: Zu oberflächlich sein

Wir haben im vorherigen Absatz zwar festgehalten, den Lebenslauf bezüglich der Informationen so kurz wie möglich zu halten. Das heißt aber nicht, dass unkommentierte Stichworte immer die beste Lösung sind. Die Kunst ist es, dem Personaler einen Eindruck zu vermitteln, wer da eigentlich hinter dem Blatt Papier steht. Je interessanter der Lebenslauf aufbereitet ist, desto länger wird er im Kopf bleiben. Dazu zählen zum Beispiel auch Interessen, oder erlangte sportliche Erfolge.

Sinnvoll ist es auch, wenn man mit wenigen Worten einen kurzen Einblick in die jeweiligen Aufgabenbereiche der beruflichen Station gibt. Hilfreich kann zum Beispiel sein, den Bereich der Firma, in der man ein Praktikum gemacht hat, zu nennen und Erfolge oder abgeschlossene Projekte festzuhalten.

Fehler Nummer 4: Unerklärte Lücken

Das erste Indiz, bei dem der Personaler skeptisch wird, sind weggelassene Monatsangaben. Hier werden meist Lücken vermutet, die der Bewerber versucht zu verheimlichen. Daher gilt bei leeren Phasen, die länger als drei Monate sind, die Devise: Lieber erklären, anstatt versuchen sie zu vertuschen.

Ehrlichkeit währt am Längsten – und so verhält es sich auch mit den Angaben im Lebenslauf. Wenn sich einer der Partner für die Elternzeit entscheidet, kann das mit gutem Gewissen genauso festgehalten werden wie eine längere Reise; Hauptsache es gibt kein klaffendes, unkommentiertes 2-Jahres-Loch.

Fehler Nummer 5: Ein schlechtes oder sogar gar kein Bewerbungsfoto

Was in anderen europäischen Ländern schon länger verpönt bzw. nicht mehr gern gesehen wird, ist in Deutschland noch Gang und Gäbe: das Bewerbungsfoto. Es hilft, einen ersten Eindruck zu vermitteln und länger im Kopf zu bleiben.

Auf begehrte Stellenausschreibungen sind 300 oder sogar mehr Bewerber keine Seltenheit, wobei es immer leichter wird, hier in der Masse unterzugehen. Beim Bewerbungsfoto gilt: Sucht euch einen professionellen Fotografen, der euch die Bilder digital zur Verfügung stellt. Bitte verzichtet auf besondere Posen; es geht um euren Ausdruck: atmet also einmal tief durch, lasst die Schultern hängen und fokussiert genau die Linse – ob Lächeln oder nicht, das ist euch überlassen. So wird direkt ein selbstbewusster erster Eindruck vermittelt, um präsenter in Erinnerung zu bleiben.

Nach so vielen Tipps und Tricks von uns und Britta liegt es nun an Dir! Kram Deinen Lebenslauf wieder heraus und prüfe, ob Du Dir die genannten Punkte zu Herzen nehmen kannst. Wir freuen uns auf Deinen optimierten Lebenslauf für unsere Stellenanzeigen. Unsere aktuellsten findest Du übrigens hier: http://talenttree.wpengine.com/jobs/

Zum Abschluss verrät euch Britta noch ihr Geheimrezept:

„Das Wichtigste ist, dass ihr euch für jede einzelne Bewerbung Zeit nehmt. Denkt bei jeder einzelnen Information darüber nach, ob sie für den Personaler wirklich von Nöten ist. Falls nicht, lenkt sie eher vom wichtigen Teil ab und kann getrost gestrichen werden. 5 gute und auf das Unternehmen angepasste Lebensläufe sind viel mehr wert als 50 Massenbewerbungen.“