Bei dem Event “Network like a Pro” drehte sich einen Abend alles rund um das Thema Wie netzwerke ich am besten. Unsere Expertin Galina Bankova hat konkrete Tipps vorgestellt, wie Netzwerken funktioniert und uns gleichzeitig aus der Netzwerk-Komfortzone gelockt. Netzwerken ist für Galina eine Lebenseinstellung, die jeden durch den Alltag begleitet. Wie das konkret umgesetzt wird und welche Tipps Netzwerken in sämtlichen Situationen vereinfachen, erklärt sie anhand von zehn Punkten.

Kreiere dir das Leben, das du willst

Handle nach deiner eigenen Überzeugung und folge deiner Intuition. Wenn du über dein Leben sagen kannst “ich genieße jeden Tag”, dann hast du alles richtig gemacht. Mache die Dinge, von denen du überzeugt bist im Leben. Dadurch kommt die Motivation und das Durchsetzungsvermögen diese zu realisieren. Wenn du das Beste aus deinem Leben machst, bist du automatisch kreativer und voller Begeisterung. Dann passiert auch die Magie – du triffst auf die richtigen Leute und sie auf dich: Personen, die sich mit dir identifizieren können und die sich von dir angesprochen fühlen.

Erstelle deine eigene Website

… oder stelle es dir zumindest sehr genau vor. Visualisiere deren Inhalte und überlege dir, was dich motiviert und woran du glaubst. Auf dieser Website kannst du dich und deine eigenen Überzeugungen präsentieren.

No bullshit

Viele Menschen laufen mit einer Maske herum. Dies sieht man häufig auf Events oder im Alltag. Sie tun so als seien sie perfekt und als wären sie wunschlos glücklich. Löse dich davon. Mach dir lieber bewusst, was deine Ziele sind, wofür du stehst und woran du glaubst. Genau dann passieren auch Wunder. In dem Moment, wo das jemand merkt und auf dich zukommt, entsteht die spezielle Verbindung. Begegne demjenigen auf Augenhöhe, denn Netzwerken entsteht durch das Echte und Nachhaltige.

Wir müssen in Menschen investieren

Es macht Sinn in Menschen zu investieren, bevor sie uns etwas bringen. Dazu bekommen wir jeden Tag aufs Neue eine Chance. Wir können uns fragen, wie kann ich jemanden unterstützen und fördern. Dies geschieht in Form von Austausch, zum Beispiel unter Kollegen, indem man denjenigen fragt, was kann ich heute für dich tun? Hinterfrage dich selbst: Wann hast du zuletzt in jemanden investiert? Und, wenn in dich investiert wurde, hast du ihm erzählt, was daraus geworden ist?

Starte dein Netzwerk noch heute

Das Netzwerk, das wir morgen brauchen, sollten wir gestern und heute gestalten. Dies können kleine Schritte sein, zum Beispiel einen Termin einstellen mit einer Erinnerung, alle zwei Wochen einen LinkedIn Post zu verfassen. Durch diese Struktur gibt es keine Ausrede mehr. Bei einem Event können sich Gesprächspartner gegenseitig challengen. Konkrete Fragestellungen an dein Gegenüber sind beispielsweise: Was machst du eigentlich, um dein Netzwerk aufzubauen? Kannst du mir konkrete Tipps geben? Wärst du bereit mich alle zwei Wochen an meine LinkedIn Posts zu erinnern?

Netzwerken ist eine Einstellung

Dafür gibt es keinen Feierabend. Es gibt keinen Menschen, der dafür nicht oder zu gut ist. Du kannst überall durch den Alltag mit dieser Einstellung gehen, egal ob es in der U-Bahn oder im Büro ist. Überall können interessante Verbindungen entstehen.

Wir sind glücklich, wenn wir andere glücklich machen

Wenn du jemanden glücklich gemacht hast und du der Person helfen konntest, hast du ein gutes Gefühl. In dem Moment, wo jemand auf dich zukommt und nach Hilfe fragt, macht er sich verletzlich. Dies weckt Vertrauen und eine Verbindung zueinander entsteht. Das ist unsere neue Währung: das Gefühl abends nach Hause zu gehen und zu wissen, dass ich andere Menschen weitergebracht habe.

Sei spezifisch

Dies bezieht sich beispielsweise auf ein Anliegen. Beschreibe dies kurz und knapp, sodass es dein Gegenüber schnell versteht. Fasse es in zwei bis drei Sätzen zusammen und erinnere die Person auch mehrmals höflich daran, wenn du auf eine Rückmeldung wartest.

Sei selbst der Gastgeber

Dein Netzwerk baust du am einfachsten auf, in dem du ein bestimmtes Thema positionierst. Dies muss nicht direkt ein großes Event sein, es reicht schon ein gemeinsames Mittagessen mit Kollegen. Auf externen Veranstaltungen hilft die Vorstellung der Gastgeber zu sein und dir zu verinnerlichen, dass du das Recht hast mit jedem zu sprechen.

Höre genau hin

Oft agieren wir zu vorschnell und hören nicht richtig hin. Wir denken und handeln zu schnell, ohne genau zu wissen, was das Gegenüber erreichen möchte. So entsteht schnell automatisch ein Widerstand von demjenigen. Frage lieber konkret nach und überlege, wie du weiterhelfen kannst. Wir müssen verstehen, dass es beide Seiten der Unterhaltung gibt und du kannst deinen Teil dazu beitragen.

Neben diesen zehn Tipps ist ein wichtiger Appell von Galina, dass du einzelne Unterhaltungen mit konkreten Angeboten so gestaltest, dass es Spaß macht und beide Seiten vorankommen. Es geht darum, dass wir miteinander mehr erreichen können. Dies geht nicht von heute auf morgen und es kommt auf die jeweilige Situation an. Du kannst durch deine Einstellung und Offenheit dich selbst und andere voranbringen. Das genaue Formulieren von speziellen Wünschen und Zielen vereinfacht dies. Durch eine gewisse Portion Spaß und Leichtigkeit in allen Bereichen im Leben klappt Netzwerken auch besser – manchmal mehr und manchmal weniger gut. Aus jeder Situation kannst du lernen und versuchen es beim nächsten Mal besser zu machen. Schlussendlich ist es unsere Einstellung, mit der wir morgens aufstehen und abends zu Bett gehen.