Unser erstes virtuelles Xing-Event war ein voller Erfolg und dank interaktiver Break-Out-Session zwischendurch gleichzeitig perfekt zum Netzwerken. Unter dem Titel “Corona – alles neu? Und noch normal?” referierten drei Speaker zu unterschiedlichen Themen, über die anschließend in virtuellen, zufällig zusammengestellten Kleingruppen diskutiert wurde. Wir haben für euch die wichtigsten Inhalte und Insider-Tipps aus den Vorträgen zusammengefasst.

Vollgas statt Vollfrust – 6 Erfolgsfaktoren

Im ersten Talk erläuterte Marko Prislin, der Managing Partner von Brainbirds GmbH unter dem Motto “Vollgas statt Vollfrust” seine Erfolgsfaktoren, um aus einer unerwarteten Schockstarre in Corona-Zeiten wieder in den Vollgasmodus umzuschalten. Marko ist Experte in den Bereichen Innovationskultur, Agile Leadership und Digitale Transformation. Als bekannter Anbieter für hochaktive Live-Seminare wurden sie von der Corona-Krise ausgebremst und sind direkt in den Nebel reingerast. Durch schnelle Reaktionen seitens des gesamten Teams ist es ihnen gelungen alle relevanten Formate live online zu bringen und aus Studios zu senden. Dafür haben sie in rasanter Geschwindigkeit Räume angepasst und daraus Studio erschaffen. 

In seinem Vortrag nennt Marko sechs wesentliche Erfolgsfaktoren, die dazu führen, dass sie so schnell und flexibel reagieren konnten

  1. Die komplette mobile Infrastruktur und die Möglichkeit von zuhause aus zu arbeiten. Büroräume sind zwar enorm wichtig, aber bei Brainbirds hatte mobiles Arbeiten immer einen großen Stellenwert, da es wichtig ist, dass alle Mitarbeiter glücklich sind. Vereinfacht wurde der sofortige, komplette Umstieg ins Home Office durch die gleiche Hard- und Software. 
  2. VUCA, also geistige Beweglichkeit – die Außenwelt ist immer flüchtig, alles kann schnell labil und instabil werden. Brainbirds sieht sich diese Außenwelt kontinuierlich an und beobachtet die äußeren Veränderungen. Dabei ist das Thema der Resilienz wichtig, um zu lernen und schwierige Phasen ohne anhaltende Beeinträchtigung zu überleben.
  3. Eine gnadenlose Offenheit, in der alles erlaubt ist. Es gibt keine Prozesse, die nicht hinterfragt werden und das Ziel ist immer noch besser in der Zukunft dazustehen.
  4. Beweglichkeit des eigenen Geschäftsmodells. Brainbirds ist eine Akademie, in der das WIE nicht fest fixiert ist, sodass Neujustierung jederzeit möglich ist. 
  5. Eine gut abgestimmte Geschäftsführung mit einer klaren Stoßrichtung, die wissen wie das Modell aussieht und klare Ziele und Leitplanken definieren.
  6. Die Vision, der Brainbirds alles unterordnet und nach dieser angeleitet agiert. 

Marko betonte in seinem Vortrag, dass es wichtig ist zu verstehen, dass diese labile Außenwelt so bleibt und im ständigen Wandel ist. Wer jetzt begreift, was die globalisierte Welt alles mit sich bringt, zählt zu den Gewinnern. Agilität ist keine Methode und kein Prozess, sondern eine Haltung und ein Mindset, das bei jedem Einzelnen beginnt. Wichtig ist es ein Fundament zu schaffen, dass die Firma in so einer Situation nicht in eine Betonwand herein rast. 

Introvertiertheit überwinden und zum Netzwerker werden

Im zweiten Vortrag gibt Johann Romefort Tipps, wie man es als introvertierte Person schafft, einen öffentlichen Vortrag zu halten und dabei das Publikum begeistert. Johann ist seit über 20 Jahren im Tech-Bereich tätig und organisiert viele Meetup Events. Er bezeichnet sich selbst als introvertierte Person und gibt in seinem Vortrag perfekte Insider-Tipps, wie man seine Introvertiertheit überspielen beziehungsweise auch abtrainieren kann:

Wie beginnt man seine Präsentation?

  • Lenke die Aufmerksamkeit von Beginn an auf dich.
  • Lasse die Köpfe der Zuschauer durch Storytelling anspringen. 
  • Erwecke die Zuhörer, in dem durch Emotionen bei ihnen triggerst. Menschen werden vergessen, was du sagst, aber nicht, wie sie sich dabei fühlen

Es ist super wichtig dabei authentisch und wertschätzend zu sein. Lerne, dass du nett zu dir selbst sein muss und erlaube dir auch Fehler zu machen. Fehler sind gut, um daraus etwas zu lernen. Verstecke dich nicht und bringe dein ganzes Selbst auf die Bühne. Du musst dabei nicht perfekt sein, auch Johann hatte auf Konferenzen schon ein Blackout. Für ein besseres Gefühl ist die Körpersprache extrem wichtig. Hilfreich kann es sein, deinen Vortrag vorher zu üben und dies als Video aufzunehmen. Stehe generell aufrecht, damit du eine entsprechende Haltung einnimmst und auch besser einatmen kannst. Frage nach Feedback, korrigiere dich schnellstmöglich und denke immer daran, dass es schwierig ist und Übung bedarf. Im Idealfall agierst du auf der Bühne als Entertainer: der Inhalt ist natürlich wichtig, aber wenn du sie nicht unterhältst, werden sich die meisten Menschen nicht daran erinnern und der Inhalt wird zweitrangig. Unterschätze niemals die Macht des Entertainments. Dabei kann es beispielsweise hilfreich sein, dass du eine auffällige Frisur hast, etwas außergewöhnliches trägst oder generell schrill bist. “Be remarkable” – verstärke durch gewisse Details dein Auftreten! Zu guter Letzt gibt Johann den Tipp “Fake it until you make it” – das Publikum wird es nicht bemerken, wenn du nervös bist, solange du sie überzeugst. 

Zeit neue Räume zu öffnen

Im dritten und letzten Vortrag berichtete Maren Jopen, die Gründerin des WOMEN’S HUB über ihre Erfahrungen. Unter dem Motto “Empowered women create a better world” verfolgt sie das Ziel Frauen dabei zu unterstützen, in ihre Kraft zu kommen und ihr Potential zu entfalten, in einer starken Gemeinschaft und umso mehr in stürmischen Corona-Zeiten. Sie beginnt ihren Vortrag mit der simplen Frage “Wie geht es dir heute?” um herauszufinden, was es braucht, damit man in so einer Situation wie jetzt hinaus wächst. Für sie sind es Räume, in denen echtes Mitgefühl entstehen kann. Maren erzählt, dass eine Bühne für Frauen ein echter Motor sein kann. Im WOMEN’S HUB können Frauen beruflich und persönlich wachsen. Denn dort bekommen sie Bühnen, wo sie ihre Vision zeigen und teilen können. Es gibt so viele Frauen, in denen etwas schlummert, die sich aber nicht trauen ihre Idee zu präsentieren. Indem man ihnen einen positiven Entfaltungsraum gibt, können Frauen neue Impulse setzen und Ideen zu Themen ganz frei präsentieren. Sie erfahren dort Wertschätzung und einen offenen Austausch. Vor allem in Corona-Zeiten ist es durch das Social Distancing mehr denn je wichtig an diesem Austausch dranzubleiben. 

Talent Tree sagt Danke an die großartigen Speaker des Event mit ihren inspirierenden Themen, die für viel Gesprächsstoff innerhalb der Break-Out-Sessions gesorgt haben. Wir freuen uns auf das nächste Event am 14. Juli 2020!